ORTSZEIT – Maurinmühle

Kuratorin: Annette Czerny
Historiker: Lukas Augustat

Vernissage am 17.05.2026 um 16 Uhr

Ausstellung 19.05. – 31.10.2026

 

ORTSZEIT ist ein Kunstprojekt, das sich vergessener Orte widmet: Orte, die in der Vergangenheit Schauplatz von Unmenschlichkeit geworden sind und an denen kaum noch Spuren der Geschehnisse zu finden sind. Mit den Möglichkeiten der Kunst werden diese Orte sichtbar gemacht und wird an die Geschehnisse erinnert.

Maurinmühle bei Neschow im Amtsgebiet Rehna ist ein solch vergessener Ort. Hier existierte ein Kinderheim, in dem zur Zeit des Nationalsozialismus sogenannte schwer erziehbare Kinder sowie Kinder von polnischen und ukrainischen Zwangsarbeiterinnen untergebracht waren. Der Historiker Lukas Augustat hat über das Kinderheim geforscht und seine Ergebnisse unter dem Titel „Maurinmühle in Mecklenburg: NS-Kinderheim und ‚Ausländerkinder-Pflegestätte‘„ veröffentlicht.

Die Ausstellung „ORTSZEIT – Maurinmühle“ verbindet künstlerische und wissenschaftliche Arbeit. Kunst setzt die wissenschaftliche Recherche fort, sie vermittelt auf emotionaler Ebene persönliche Perspektiven der Künstlerinnen und Künstler, sie dringt in die Öffentlichkeit, ändert Sichtweisen und evoziert Diskurse. Sie stellt Fragen und ermöglicht den Betrachtenden eine eigenständige Auseinandersetzung. So können sich Besucherinnen und Besucher auf den verschiedenen Ebenen dem Thema nähern.

 

Am 17. Mai wird die Ausstellung „ORTSZEIT – Maurinmühle“ im Kloster Rehna eröffnet. Sie wird bis zum 31. Oktober zu sehen sein.

 

Eintritt in Kombination mit der Dauerausstellung:

6,00 € regulär

4,00 € ermäßigt

 

Der Eintritt zur Vernissage ist frei.